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Belohnungen managenSeit die ersten Menschen gemeinsam auf die Jagd gingen, ist der Streit um die Verteilung der Jagdbeute und die "Belohnung" des Einzelnen ein ewiger Konfliktherd. Die ersten überlieferten gesetzlichen Regelungen zur Lösung der damit verbundenen Probleme sind in dem Kodex des Hammurabi zu finden, der als König von Babylonien um 2000 v. Chr. die bedeutenste Rechtssammlung des alten Orient in Stein hauen ließ! Auch die Tarife für verschiedene Dienstleistungen und Handels- bzw. Wirtschaftszweige wurden darin festgelegt. Den Stein der Weisen finden Sie im Louvre in Paris: Die kleine Bier-Geschichte finden sie hier! (Deputat) Heute sind sich alle Arbeitswissenschaftler einig darüber, daß: 1. niemand sagen kann, wieviel Gehalt (Lohn) irgendeine Arbeit zu irgendeinem Zeitpunkt gerechterweise wert wäre; und 2. niemand objektiv wissenschaftlich beweisen kann, daß Lohn- bzw.Gehaltshöhen für verschiedene Tätigkeiten in einem ganz bestimmten oder einem anderen relativen Verhältnis zueinander stehen müßten!
Angesichts dieses "gordischen Knotens" bzw. dieser scheinbar unlösbaren Problematik, müssen die Fachleute und die Praktiker in den Betrieben nach akzeptablen Methoden, Analysen und Führungsinstrumenten suchen, die ihnen helfen, den sozialen Frieden in ihren Unternehmen auf lange Sicht zu sichern! Denn Geld ist immer noch eine der wichtigsten Sprachen, in der ein Unternehmen zu seinen Mitarbeitern spricht. Je verständlicher diese Sprache ist, das heißt, je transparenter und erklärbarer, d.h. nachvollziehbarer die Gehaltsfindung eines Unternehmens ist und je mehr diese betriebliche Gehaltsfindung von der Mehrheit der Mitarbeiter als "gerecht" akzeptiert wird, desto positiver werden diese Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen und ihrem Arbeitsvertrag stehen und sich motivierter für die Erreichung der Unternehmensergebnisse einsetzen. Daß in einer positiven Motivation aller Mitarbeiter noch gewaltige Leistungsreserven schlummern, wissen viele Unternehmer und Manager auch in den mittelständischen Betrieben der deutschen Wirtschaft. Die Akzeptanz des eigenen Entgeltes wird auch als Ausdruck von Wertschätzung und Verbundenheit wahrgenommen. Dies bezieht sich nicht nur auf den Anspruch der Leistungsträger sowie der Spitzenmanager, sondern betrifft eigentlich alle. Auch wenn viele Praktiker in den Unternehmen die Orientierung an "Fairness,Gerechtigkeit und Transparenz" als illusionär ansehen, sollte man trotzdem nicht bei der Gestaltung einer eigenen wettbewerbsfähigen Entgeltpolitik darauf verzichten und betriebspolitische Gehaltsfindungsgrundsätze in den eigenen Führungs-Kodex einarbeiten. Das ist man nicht nur seinen Leistungsträgern schuldig, sondern eigentlich der gesamten Belegschaft. Autor: Walter F.W. Michelmann c/o www.ibwm.biz
24.08.2009, 07:49 von Michelmann |
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